EU-Informationen

Die Europäische Kommission hat am 13. September 2013 einen neuen Indikator zur Messung der Innovationsleistung in der EU vorgeschlagen. Anders als die beiden bereits bestehenden Innovationsmessinstrumente, der Innovationsanzeiger der Union (IUS) und der zusammenfassende Innovationsindex (SII), misst er ohne Berücksichtigung der eingesetzten Mittel und des Prozessdurchsatzes ausschließlich die erzielte Innovationsleistung. Er gibt damit einen Überblick, inwiefern Ideen aus dem Innovationssektor den Markt tatsächlich erreichen, Arbeitsplätze schaffen und Europa wettbewerbsfähiger machen.

Quelle: Europäische Kommission

Im Winter 2013/2014 werden voraussichtlich die ersten Aufrufe im neuen europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020 ausgeschrieben werden. Die lebenswissenschaftlichen Themen befinden sich im Programmteil III Gesellschaftliche Herausforderungen sowie im Programmteil II Führende Rolle der Industrie. Die Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften wird im Rahmen von regionalen Informationsveranstaltungen die Inhalte der Aufrufe der Gesellschaftlichen Herausforderungen Gesundheit, demographischer Wandel und Wohlergehen und Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft, marine und maritime Forschung und Biowirtschaft sowie der Schlüsseltechnologie Biotechnologie vorstellen. Neben den Themen (Topics) der Aufrufe werden Ihnen die Struktur und Inhalte von Horizont 2020 sowie insbesondere die Möglichkeiten zur Beteiligung aufgezeigt.

Das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 adressiert neben Forschungseinrichtungen und Universitäten verstärkt Unternehmen und hier insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen (KMU).

Im Rahmen dieser Informationsveranstaltungen haben interessierte Akteure die Möglichkeit, sich durch persönliche Beratungsgespräche mit Mitarbeiter/-innen der NKS-L auf eine geplante Antragseinreichung vorzubereiten.

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie in Kürze unter: www.nks-lebenswissenschaften.de/de/155.php.

Quelle:   Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften (NKS-L)

Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich im Ausschuss der Ständigen Vertreter nach mehrmonatigen Verhandlungen am 17. Juli 2013 auf einen Kompromiss mit dem Parlament zu Horizont 2020 verständigt. Damit ist der Weg bereitet für die erste Lesung durch das Europäische Parlament voraussichtlich im Oktober 2013. Sollte das Parlament und dann der Ministerrat zustimmen, ist der Weg frei für den Start des neuen Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, Horizont 2020, mit dem Jahr 2014 mit einem Volumen von ca. 70 Mrd. €.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung

In Brüssel haben sich die zuständigen EU-Institutionen auf die Details des neuen Forschungsrahmenprogramms Horizon 2020 geeinigt.

Seit vergangener Woche steht fest: Auch 2014 wird EU-Geld in Forschungsprojekte auf dem ganzen Kontinent fließen. Die Verantwortlichen der EU haben sich sowohl auf das Budget als auch die Rahmenbedingungen für das nächste europaweite Forschungsrahmenprogramm geeinigt.

Quelle: biotechnologie.de/ml

Die französische Milchviehhalterin Katrine Lecornu ist zur neuen Präsidentin der European Dairy Farmers (EDF) gewählt worden. Sie übernimmt die Position von Jean Francois Verdenal, der den europäischen Dachverband sechs Jahre führte.

Die European Dairy Farmers ist ein Netzwerk von Milchbauern zum Austausch von Erfahrungen und Wissen. Gegründet wurde das Netzwerk vor 23 Jahren auf Initiative führender europäischer Milchviehhalter, der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und der damaligen Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL), dem heutigen Thünen-Institut.

Quelle: DGfZ

Bei der Tätigkeit der EFSA spielen Arbeitsgruppen eine entscheidende Rolle, indem sie das Fachwissen zusammentragen, das für die Durchführung der vorläufigen wissenschaftlichen Arbeiten benötigt wird, bevor die führenden Sachverständigen der Behörde im Wissenschaftlichen Ausschuss und in den Gremien ihre wissenschaftliche Beratung abschließen können. Dieser kurze Animationsfilm erläutert, wie die EFSA die Sachverständigen für diese Gruppen auswählt und über welche Mechanismen sie verfügt, um zu gewährleisten, dass sie auf unabhängige und transparente Weise arbeiten.

Scientific opinion workflow - Assessment

Quelle: efsa

- DBV: Änderungen des Patentrechts dringend geboten -

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat die Entscheidung des Europäischen Patentamtes (EPA) kritisiert, das ein Patent für eine schädlingsresistente Chilipflanze erteilt hat. Das Chilipatent beruht im Wesentlichen auf einem konventionellen Züchtungsverfahren. Diese seien nach deutschem wie europäischem Recht eigentlich nicht patentierbar, betonte der DBV. Ob Erzeugnisse aus diesen Verfahren patentierbar sind, ist gesetzlich bislang nicht geregelt und muss in Präzedenzfällen wie Brokkoli und Schrumpeltomate vom Europäischen Patentamt noch entschieden werden. Der deutsche Gesetzgeber muss hier aktiv werden und darf nicht untätig zusehen, wie immer wieder Patente auf Erzeugnisse konventioneller Zuchtverfahren erteilt werden, erklärte DBV-Generalsekretär Dr. Helmut Born. Das Chilipatent sei ein weiteres Beispiel dafür, dass das Patentamt Biopatente auf die Erzeugnisse konventioneller Verfahren trotz dieser ungeklärten Rechtsfrage nicht zurückstellt, sondern weiterhin entscheidet und erteilt.

Quelle: DBV

Die Mitgliedsländer der EU haben sich auf strengere Regeln bei der Fleischbeschau von Schlachttieren geeinigt. Künftig soll diese einem stärker risikobasierten Ansatz folgen, wie der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit beschloss. Er richtet sich künftig an den von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) erarbeiteten Empfehlungen aus.

Quelle:  Vetion

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die letzten Daten zur epidemiologischen Situation des Schmallenberg-Virus in Europa ausgewertet und dabei festgestellt, dass sich das Virus über den Winter 2012/13 und das Frühjahr 2013 in Europa weiter ausgebreitet hat. Die dazu verwendeten Daten reichten von August 2011 bis 30. April 2013. Demnach ist das Virus in Großbritannien bereits bis nach Schottland vorgedrungen und auch auf dem skandinavischen Festland mittlerweile in Finnland, Norwegen und Schweden aktiv. Zudem hat es sich auch Richtung Osten weiter ausgebreitet und wurde in Estland, Lettland, Ungarn, Slovenien und Kroatien nachgewiesen. Neben Rindern, Schafen und Ziegen waren auch Alpakas, Bisons, Büffel, Kamele, Pferde, Lamas, Elche, Dammwild und Rehwild betroffen. Da in Deutschland über den gesamten Zeitraum November 2012 bis April 2013 akute Krankheitsfälle bei ausgewachsenen Tieren gefunden wurden, wird davon ausgegangen, dass das Virus über den gesamten Winter in Deutschland zirkulierte. Mehr dazu unter www.efsa.europa.eu/de/press/news/130516e.htm.

Quelle: Vetion

- Deutschland erhält Möglichkeit, an seinem hohen Schutzniveau festzuhalten -

Zum Schutz von Bienen wird der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln aus der Gruppe der Neonikotinoide europaweit deutlich eingeschränkt. Deutschland hat heute in Brüssel einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt.

Quelle: BMELV