Ein Autorenteam des Genetisch Statistischen Ausschusses (GSA) der DGfZ hat sich unter der Leitung von Prof. Dr. Kay-Uwe Götz mit dem Inhalt und den Argumentationen des BTK-Diskussionspapier Leistungen der Milchkühe und deren Gesundheitsrisiken der Arbeitsgruppe Tierschutz in der Nutztierzucht kritisch auseinandergesetzt und äußert sich in seiner Stellungnahme insbesondere zu

  • den Fehlinterpretationen von Abgangsursachen
  • den Aussagen zu wertlosen Bullenkälbern
  • der falschen Einschätzung züchterischer Möglichkeiten und Grenzen
  • dem Thema Genetik vs. Management
  • den Rahmenbedingungen der Zucht
  • und dem Vorwurf der Qualzucht

Die Stellungnahme der DGfZ finden Sie hier:

Die Herausforderungen für Rinderzüchter und ihre Organisationen werden zunehmend vielfältiger. Auch die Geschwindigkeit von Veränderungen und
Innovationen sowie der Wettbewerbsdruck steigen.

Die Rinder-Union West eG und die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. wollen sich diesen Herausforderungen stellen, um ihren Mitgliedern auch in Zukunft als starke und mitgliedergesteuerte Dienstleistungspartner zur Verfügung zu stehen. Vor diesem Hintergrund haben die Vorstände beider Unternehmen Überlegungen zur strategischen Weiterentwicklung vorgenommen. Durch einen Zusammenschluss gleichstarker Partner besteht die Chance, den zukünftigen Strukturwandel besser zu meistern.

Die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. beschäftigt an sieben Standorten sowie im Außendienst insgesamt 109 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 40 Mio. € um. Zudem betreibt sie ein eigenes Spermasexing-Labor. Die Rinder-Union West eG beschäftigt an vier Standorten sowie im Außendienst insgesamt 224 Mitarbeiter und setzt jährlich rund 60 Mio. € um.

Sofern die verantwortlichen Vertreterversammlungen der RUW und RBW dem Konzept zustimmen, wird die neue Organisation ihren Geschäftsbetrieb am 01.01.2023 aufnehmen.

Offizielle Pressemitteilung zum Herunterladen:

PRESSEMITTEILUNG ZUM ZUSAMMENSCHLUSS DER RUW EG UND DER RBW E.V. 

RUW und RBW

 

Rund 1 900 weniger schweinehaltende Betriebe als vor einem Jahr

Zum Stichtag 3. Mai 2022 wurden nach vorläufigen Ergebnissen in Deutschland 22,3 Millionen Schweine gehalten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das der niedrigste Schweinebestand seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Damals wurden noch 30,8 Millionen Schweine gehalten. Gegenüber der Viehbestandserhebung zum Stichtag 3. November 2021 sank die Zahl der Schweine um 6,2 % oder 1,48 Millionen Tiere. Dies ist der dritte deutliche Rückgang in Folge. Verglichen mit dem Vorjahreswert vom 3. Mai 2021 ist der Bestand um 9,8 % oder 2,42 Millionen Tiere zurückgegangen.

Quelle: aho

Zur Sicherung der Ernährung im globalen Süden fördert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Forschungsprojekte für innovative nachhaltige Produktionssysteme. Der besondere Fokus der Förderung liegt auf landwirtschaftlichen Produktionssystemen in Subsahara-Afrika sowie Süd- und Südostasien. Die Länder in diesen Regionen leiden vermehrt unter den Auswirkungen des Klimawandels, des Artensterbens und des Ukraine-Krieges sowie den damit einhergehenden Preissteigerungen und Importeinbrüchen. 

Quelle: vetion

Die Forderung der Staatssekretärin Silvia Bender (BMEL) nach einer Halbierung des Fleischkonsums in Deutschland hat auf der Jahresversammlung der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) für große Empörung gesorgt. Das Paradoxe ist, dass die Politik mit aller Gewalt die Tierbestände reduzieren will. Dabei treibt sie genau jene Familienbetriebe unwiederbringlich zum Ausstieg, die sie eigentlich für die Weiterentwicklung der Tierhaltung behalten will, lautete die Kritik des ISN-Vorsitzenden Heinrich Dierkes.

Quelle: vetion

Wer Bio-Tiere zukaufen will, kann sich mithilfe der Datenbank organicXlivestock über das Angebot in Deutschland informieren. Anbieterinnen und Anbieter können dort ihre Tiere kostenlos zum Verkauf anbieten.

Gemäß der EU-Öko-Verordnung müssen die EU-Mitgliedsstaaten über eine Datenbank verfügen, in der alle im Land zum Verkauf angebotenen Öko-Tiere gelistet sind. In Deutschland hat das FiBL eine solche Datenbank entwickelt. Gefördert wurde die Datenbank organicXlivestock durch das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN).

Quelle: bundesprogramm.de

Auf dem Internetportal www.nutztierhaltung.de des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft wurde die neue Rubrik Schafe online gestellt. Vielfältige Themen von Tiergesundheit, Fütterung, Stallbau bis hin zu Management und Ökonomie informieren über die Schafhaltung in Deutschland.

Quelle: DGfZ

Die Ausgabe 2/2022 des vierteljährlich erscheinenden Newsletters der europäischen SAVE Foundation (Sicherung der landwirtschaftlichen Arten-Vielfalt in Europa) ist erschienen.

Unter anderem mit folgenden interessanten Themen:

  • Die Kartoffel – Eine Pflanze verändert die Welt
  • Vielfalt des Lebens im New Forest
  • Weizen, Krieg und Geschichte
  • SAVE Jahrestagung 2022 in Deutschland
  • In einem Produkt die Rasse feststellen?
  • Steuer auf rülpsende Kühe

Quelle: SAVE

GenTORE hat eine Sonderausgabe eines Book of Abstracts veröffentlicht, in dem die Breite der Forschungsergebnisse verschiedener Projekte herausgestellt werden.

In dieser Sonderausgabe werden die folgenden Abstracts vorgestellt:

  • Economic consequences of dairy crossbreeding in conventional and organic herds
  • Influence of dietary energy concentration and body weight at slaughter on carcass tissue composition and beef cuts of modern type Fleckvieh bulls
  • Exploration of variance, autocorrelation, and skewness of deviations from lactation curves as resilience indicators for breeding
  • Drivers of change in mountain agriculture: A thirty-year analysis of trajectories of evolution of cattle farming systems in the Spanish Pyrenees
  • Animal board invited review: Specialising and intensifying cattle production for better efficiency and less global warming: contrasting results for milk and meat co-production at different scales

Quelle: GenTore

Die Initiative Tierwohl (ITW) kommentiert die am 07.06.2022 in einer Pressekonferenz vorgestellten Pläne des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zur Schaffung einer staatlichen Tierhaltungskennzeichnung. Licht und Schatten liegen hier eng beieinander, erklärt Robert Römer, Geschäftsführer der ITW. Für das Tierwohl in Deutschland ist es wichtig, dass die geplante fünfstufige Kennzeichnung des BMEL eine Stufe ‚Stallhaltung + Platz‘ vorsieht, die mehr Tierwohl auch in einem geschlossenen Stallsystem ermöglicht. Denn für die überwältigende Mehrheit der Landwirte in Deutschland ist ein Stallumbau mit Auslauf oder mehr offenen Wänden auf absehbare Zeit kaum möglich. Umso wichtiger ist es, dass die Betriebe in der ITW, die in den letzten Jahren erste wichtige Schritte zu mehr Tierwohl gegangen sind, auch in der geplanten staatlichen Tierhaltungskennzeichnung entsprechend berücksichtigt werden. Das ist ein wichtiges Signal für das Tierwohl für Millionen von Schweinen in Deutschland.

Quelle: BRS / ITW