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Shamonda-Virus: Infektionen bei Pferd und Alpaka bestätigt, Schafe und Ziegen auch empfänglich
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat neben Infektionen bei Rindern aus Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, dem Saarland und Sachsen nun auch Infektionen mit dem neu eingeschleppten europäischen Shamonda-Virus (SHAV) bei einem Pferd aus Rheinland-Pfalz sowie einem Alpaka aus Hessen bestätigt. In Proben von Schafen und Ziegen aus Baden-Württemberg, die dem FLI zu Monitoringzwecken freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden, wurde ebenfalls SHAV nachgewiesen. Die Ausbreitung bei empfänglichen Tieren in Deutschland hält an. Eine exakte und einheitliche Erfassung der Fälle ist aufgrund fehlender Meldepflichten jedoch nicht möglich. Daher kann das FLI, anders als bei meldepflichtigen Tierseuchen üblich, keine Verbreitungskarten auf Basis der von den Landesveterinärbehörden ins Tierseuchennachrichtensystem eingetragenen bestätigten Fälle erstellen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - hat eine Risikoeinschätzung zur Verbreitung der Blauzungenkrankheit Serotyp-8 veröffentlicht.
Das Friedrich-Loeffler-Institut - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit - hat einen Steckbrief zum Shamonda-Virus (SHAV) veröffentlicht.
Die International Dairy Federation (IDF) hat eine vierwöchige öffentliche Konsultation zu einer einheitlichen Methodik für die Umsetzung des GHG Protocol Land Sector and Removals Standard
(LSRS) in der globalen Milchwirtschaft gestartet. Ziel ist es, einen praktikablen und glaubwürdigen Ansatz für die Erfassung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen entlang komplexer Milchwertschöpfungsketten zu schaffen und gleichzeitig unterschiedliche, potenziell widersprüchliche Methoden zu vermeiden. Interessierte Stakeholder können die Konsultationsunterlagen einsehen und bis zum Ende der Konsultationsfrist Stellung nehmen.
Mecklenburg-Vorpommern sucht im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) innovative Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft. Gefördert werden Projekte zu Ressourcenschonung, Klimaschutz und -anpassung, der Verringerung von Nährstoffeinträgen sowie zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten. Beteiligen können sich land- und forstwirtschaftliche Betriebe, Wissenschaft, Beratung und Unternehmen in Operationellen Gruppen, die gemeinsam praxisnahe Lösungen entwickeln. Eine Gruppe muss aus mindestens zwei unabhängigen Mitgliedern bestehen, darunter mindestens ein land- oder forstwirtschaftlicher Betrieb. Länderübergreifende Kooperationen sind möglich. Bewerbungsschluss ist der 30. September 2026, 12 Uhr.
Neue Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) weisen auf ein zweites, unabhängiges Shamonda-Virus-Ereignis in Deutschland hin. Neben der seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus Europe 1 (SHAV-EU1) wurde eine genetisch deutlich unterschiedliche Variante identifiziert: Shamonda-Virus Europe 2 (SHAV-EU2). Positive Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Weitere phylogenetische Untersuchungen sollen die neue Variante genauer einordnen. Ob eine Infektion mit SHAV-EU1 auch vor SHAV-EU2 schützt und welches Wirtsspektrum die neue Variante hat, ist noch unklar. Damit zirkulieren in Deutschland derzeit drei verwandte Orthobunyaviren der Simbu-Serogruppe: das Schmallenberg-Virus sowie SHAV-EU1 und SHAV-EU2. Ein Austausch von Genomsegmenten zwischen den Viren (Reassortment) ist möglich.
Heute im Spotlight: Prof. Dr. rer. nat. Klaus Wimmers, Mitglied unseres EAAP 2026 Organizing Committees. Er forscht am Forschungsinstitut für Nutztiere (FBN) und ist Professor für Tierzucht und Haustiergenetik an der Universität Rostock.
Seine Schwerpunktthemen auf der EAAP 2026:
- Tierzucht und Genetik (Animal breeding and genetics)
- Physiologische Genomik (Physiological genomics)
- Fächerübergreifende Zusammenarbeit (Cross-disciplinary collaboration)
Ich freue mich darauf, Kolleginnen und Kollegen mit ergänzender Expertise zu treffen, neue Ansätze zu diskutieren und Kooperationen anzustoßen, die die Forschung über Disziplinen und Tierarten hinweg verbinden.
Seien Sie dabei, wenn sich die weltweite Nutztierwissenschaft im September 2026 in Hamburg trifft!
🌐 Alle Infos & Anmeldung:
Der aktuelle Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) für das Jahr 2025 zeigt einen leichten Rückgang der Gesamtverbrauchsmengen bei Nutztieren um etwa drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit der Einführung des Antibiotika-Minimierungskonzepts ist der Einsatz von für die Humanmedizin wichtigen Wirkstoffen deutlich reduziert worden. Ein leichter Rückgang des Antibiotika-Einsatzes ist zu verzeichnen. Bei den Masttieren sollte allerdings eine weitere Reduktion angestrebt werden, so das BfR.
Quelle: BfR / DGfZ
Vom 7. bis 11. September 2026 wird Hamburg zum globalen Treffpunkt der Nutztierwissenschaften. Ein zentrales Highlight der 77. EAAP-Jahrestagung ist unsere vielseitige Industry Exhibition.
Hier präsentieren führende internationale Akteure, innovative Start-ups sowie namhafte Firmen und Verbände aus Deutschland zukunftsweisende Technologien, smarte Lösungen und nachhaltige Innovationen für die moderne Tierhaltung. Die Fachausstellung bietet die ideale Plattform für den direkten Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis.
Das erwartet Sie vor Ort:
- Technologien & Digitalisierung: Neueste Trends auf den Gebieten der Genetik, Tierernährung und Tierhaltung
- Praxisnahe Lösungen: Innovationen zur Verbesserung von Tierwohl, Nachhaltigkeit und Effizienz.
- Networking und Job-Angebote: Exklusive Gelegenheiten, neue Kontakte zu knüpfen und Projekt-Kooperationen für die Zukunft der Nutztierhaltung zu schließen. Vielleicht wartet auch ein neuer Job auf Sie?
Alle Informationen zur Fachausstellung und beteiligte Firmen finden Sie direkt hier auf unserer Website unter www.eaap2026.org
Der Etat des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) soll 2027 nahezu unverändert bleiben. Im Einzelplan 10 des Regierungsentwurfs für den Bundeshaushalt 2027 (21/7300(Dokument, öffnet ein neues Fenster)) sind Ausgaben von rund 6,97 Milliarden Euro vorgesehen. Das sind rund 19,6 Millionen Euro weniger als 2026 (6,99 Milliarden Euro). Die Verpflichtungsermächtigungen - also Ausgaben, die erst in künftigen Haushaltsjahren wirksam werden - belaufen sich auf rund 879,1 Millionen Euro. Weniger Geld soll für die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes
(GAK) zur Verfügung stehen. Der Bundesanteil sinkt von 907 Millionen Euro auf rund 853,3 Millionen Euro. Davon entfallen rund 606,3 Millionen Euro auf Maßnahmen des allgemeinen Rahmenplans, der ländlichen Entwicklung, des Ökolandbaus und der Biodiversität (2026: 660 Millionen Euro). Für den Küstenschutz in Folge des Klimawandels sind weiterhin 120 Millionen Euro und für den präventiven Hochwasserschutz unverändert 127 Millionen Euro vorgesehen.
Deutlich geringer fällt auch der Ansatz für die Förderung des Umbaus der Tierhaltung aus. Dafür sind 148 Millionen Euro vorgesehen, nach 253 Millionen Euro 2026. Davon entfallen 50 Millionen Euro auf die Förderung laufender Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards (2026: 37,5 Millionen Euro). Für Investitionen in Stallumbaumaßnahmen stehen 98 Millionen Euro bereit, nach 215,5 Millionen Euro 2026. Laut Entwurf ist der Rückgang auf das Auslaufen des Programms zurückzuführen.
Dt. Bundestag







