Presse
Die Zahl der Nachweise der hochpathogenen Vogelgrippe (HPAI) ist in Europa im Frühjahr 2026 zurückgegangen und wird laut dem aktuellen vierteljährlichen Überwachungsbericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und des EU-Referenzlabors (EURL) voraussichtlich auch über den Sommer hinweg niedrig bleiben. Das Risiko für die Bevölkerung ist weiterhin gering.
Der Bericht weist zudem darauf hin, dass Ungarn Fälle von niedrigpathogener Vogelgrippe vom Typ H9N2 in sieben Geflügelbetrieben gemeldet hat. Zwar wurden H9N2-Nachweise bereits zuvor in der EU gemeldet, doch handelt es sich hierbei um den ersten Nachweis des spezifischen Clades H9N2 G5.5, das auch für vereinzelte Fälle beim Menschen im Nahen Osten und in Westafrika verantwortlich war. Die EFSA und das ECDC raten den Mitgliedstaaten, diese Situation genau zu überwachen.
Quelle: EFSA
EU-Tierhaltungsstrategie: BRS sieht gute Ansätze und fordert verlässliche Rahmenbedingungen
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) bewertet die von der Europäischen Kommission am 7. Juli 2026 verabschiedete EU-Tierhaltungsstrategie grundsätzlich positiv. Besonders begrüßt der Verband, dass die Nutztierhaltung ausdrücklich als strategisch wichtiger Sektor für Ernährungssicherheit, ländliche Räume, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft anerkannt wird. Ebenso bewertet der BRS den Ansatz positiv, Tiergesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit künftig stärker zusammenzudenken. Auch die angekündigte Förderung der Kreislaufwirtschaft, die Unterstützung von Innovationen sowie der Abbau bürokratischer Hürden werden ausdrücklich begrüßt.
EU-Nutztierstrategie_Anhang_KOM-2026-576
EU-Nutztierstrategie_KOM-2026-576
Beim Schutz von Bienen, Schmetterlingen und anderen Bestäubern behindert Europa sich selbst. Forschende warnen vor gravierenden Folgen für Biodiversität and Ernährungssicherheit. Ein neues Strategiepapier von acht großen europäischen Forschungsverbünden sieht Gefahren für den Artenschutz, Ökosystemfunktionen und die Ernährungssicherheit in der EU sowie für weitere Gebiete – sollte es der Union nicht gelingen, den Rückgang der wildlebenden Bestäuber aufzuhalten und das Management von Bestäubern zu fördern.
Originalpublikation:
Towards pollinator stewardship in all policies: Policy incoherence in the EU is a major barrier to pollinator restoration. Advances in Pollinator Research, 16. Juni 2026 (preprint), DOI: 10.5281/zenodo.20715670, Open Access zenodo.org/records/20715670
Quelle: idw
Antibiotikaresistenzen nehmen weltweit zu. Um diese zu bekämpfen, sind Forschende auf der Suche nach neuen Wirkstoffen, die an Angriffspunkten ansetzen, die von bisherigen Antibiotika noch nicht genutzt werden.
Nun ist es einem Forschungsteam am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in zwei Studien gelungen, eine Reihe synthetischer Wirkstoffkandidaten zu entwickeln, die ein essenzielles molekulares Versorgungssystem blockieren und damit die lebenswichtige Vitaminversorgung der Bakterien unterbrechen. Das führt dazu, dass die Erreger aushungern und dadurch keine Infektionen auslösen können.
Die Ergebnisse veröffentlichte das Team in zwei direkt aufeinanderfolgenden Studien im Journal of Medicinal Chemistry.
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Das EU-Projekt ALGANOVA entwickelt eine kreislauforientierte Bioraffinerie, die Mikroalgen mit biogenem CO₂ und Nebenströmen versorgt und daraus Proteine, Fettsäuren und Farbstoffe gewinnt.Dafür ist im Juni das europäische Verbundprojekt ALGANOVA gestartet. Zwölf Partner aus Forschung und Industrie wollen eine digital unterstützte Bioraffinerie entwickeln, die Mikroalgen möglichst vollständig zu Lebensmittelzutaten verarbeitet. Die Circular Bio-based Europe Joint Undertaking fördert das Vorhaben mit rund 5,7 Mio. Euro. Koordiniert wird es vom spanischen Technologieunternehmen IDENER.Das Konsortium will Nebenströme aus Landwirtschaft und Meereswirtschaft als Nährstoffquellen nutzen.
Bioökonomie.de / DGfZ
EAAP 2026: Behind the Scene
Meet the people behind EAAP 2026
Die EAAP 2026 wird von einem Team engagierter Wissenschaftler organisiert. In unserer Reihe Behind the Scene
stellen wir die Mitglieder des lokalen Organisations- und Scientific Committees vor. Wir beleuchten ihre Forschungsarbeit und ihre persönliche Verbindung zur Konferenz.
Entdecken Sie die Menschen, die die EAAP 2026 mitgestalten – und die Ideen, die die nächste Generation der Tierwissenschaften inspirieren werden.
Die EAAP-Tagung 2026 gewinnt an Fahrt
Bereits über 1.500 Anmeldungen! Einige Fachexkursionen sind bereits ausgebucht, und die Vorfreude steigt.
Was Sie in Hamburg erwartet:
- 98 Sessions aus 12 Fachdisziplinen
- 10 Fachexkursionen
- Aktuelle Forschungserkenntnisse und Inspiration für Ihre Karriere
- Ein unvergesslicher Abend an Bord der legendären
Cap San Diego
- Intensives Networking mit Forschern, Branchenführern und Nachwuchstalenten
- Eine vielfältige Fachausstellung der Industriepartner voller Innovationen
Hamburg ist bereit. Die Fachgemeinschaft ist bereit. Nehmen Sie an der EAAP 2026 teil und werden Sie Teil von Europas dynamischster Veranstaltung im Bereich der Nutztierwissenschaften.
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Entdecken Sie die Fachexkursionen unter Technical Tours
Erfahren Sie mehr über das Abendprogramm unter Abendveranstaltungen
Weitere Informationen und Anmeldung: Registrierung
Kann man die Effizienz von Milchkühen steigern, ohne Tierwohl und Gesundheit zu beeinträchtigen? Am 1. Juli 2026 startet das Projekt EMMA2
, um dieser Frage nachzugehen. Im Projekt soll ein neuer Zuchtwert entwickelt werden, der die Futterverwertung und Nährstoffverteilung optimieren soll.
Im Projekt EMMA2
wird erforscht, wie die Ressourceneffizienz von Milchkühen durch gezielte Zuchtwertentwicklung optimiert werden kann. Bild: BLE
Projektpartner: Georg-August-Universität Göttingen, Universität Hohenheim, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V Verden
Laufzeit: 01.07.2026-30.06.2030
Quelle: BLE
Nach jahrelangen Verhandlungen bekommt die EU neue Regeln für moderne Pflanzenzüchtung. Das Europäische Parlament hat am 17. Juni Vorschriften für Pflanzen verabschiedet, die mit neuen genomischen Techniken, kurz NGT, entwickelt wurden. Dazu zählt Genome Editing mit CRISPR-Cas. Dabei werden einzelne Stellen im Erbgut gezielt verändert.
Bisher wurden solche Pflanzen in der EU grundsätzlich wie gentechnisch veränderte Organismen behandelt. Künftig soll stärker die genetische Veränderung zählen und weniger das Verfahren. Bioökonomisch ist der Beschluss relevant, weil Kulturpflanzen Nahrung, Futtermittel, Fasern und industrielle Rohstoffe liefern. Robustere Sorten könnten solche Wertschöpfungsketten stabiler machen, etwa bei Trockenheit, Krankheiten oder Schädlingsdruck.
Quelle: Bioökonomie.de
Die Online-Mitgliederversammlung der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP) brachte in diesem Jahr einen bedeutenden Wechsel an der Spitze der Organisation. Nach zwölf Jahren im Amt stellte sich Dr. Ludwig Christmann, der die GWP so lange führte wie keiner seiner Vorgänger, nicht erneut zur Wahl.
Mit Dr. Astrid von Velsen-Zerweck, Landoberstallmeisterin des Haupt- und Landgestüts Marbach und seit der Gründung der GWP eng mit ihr verbunden, wurde eine ausgewiesene Expertin aus Wissenschaft und Praxis einstimmig zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Ihre langjährige Verbundenheit mit der GWP – einschließlich der Unterstützung während ihrer Promotion – macht eine Einarbeitung entbehrlich und sichert Kontinuität in der fachlichen Ausrichtung.
Den frei gewordenen Vorstandsposten übernimmt künftig Prof. Dr. Clemens Wollny, Agrarwissenschaftler und renommierter Pferdezüchter, der bereits seit zwei Jahren der Jury zur Bewertung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten angehört. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.
Als besondere Anerkennung seiner engagierten und einfühlsamen Arbeit wurde Dr. Ludwig Christmann zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Er wird die GWP weiterhin beratend begleiten und seine Expertise in die zukünftigen Aufgaben einbringen.
GWP-Presse /mic /DGfZ


GWP PM 0626





