Vor dem Hintergrund einer wachsende Weltbevölkerung, dem Verlust von landwirtschaftlicher Nutzfläche und auch dem Klimawandel wird immer häufiger die Frage gestellt, wie die Ernährungssicherheit gewährleistet werden kann, ohne weitere negative Auswirkungen auf die Umwelt hervorzurufen. Vermehrt werden Veränderungen der Tierhaltung gefordert und dabei auch die Konkurrenz zwischen menschlichen Nahrungsmitteln oder tierischen Futtermitteln hinterfragt. Ein aktueller proteinmarkt-Fachbeitrag beschäftigt sich mit dieser Nahrungskonkurrenz. Im ersten Teil geht es zunächst um die Flächennutzung, Nahrungsmittel- und Flächenkonkurrenz sowie das Ausmaß der Nahrungskonkurrenz der Nutztierhaltung.

Quelle: BRS

Der Bund muss endlich beim Umbau der Tierhaltung mit den Ländern zusammenzuarbeiten, um einen Strukturbruch bei der Nutztierhaltung in Deutschland mit gravierenden Folgen für die Landwirtschaft und den gesamten ländlichen Raum zu verhindern, diese dringende Forderung richteten die Landwirtschaftsministerinnen und -minister der Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein im Vorfeld der Frühjahrs-Agrarministerkonferenz (AMK) in Büsum am 23. und 24. März an Bundesminister Cem Özdemir. Mit großer Sorge stellen wir einen beschleunigten Rückgang der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung in Deutschland fest, heißt es in dem von den Ministerinnen Michaela Kaniber und Silke Gorißen sowie den Ministern Peter Hauk, Sven Schulze und Werner Schwarz gemeinsam unterzeichneten Schreiben. Der derzeitige Rückgang habe vor allem im Schweinebereich einen bedrohlichen Umfang erreicht: Dies ist kein üblicher Strukturwandel mehr, sondern ein Strukturbruch, so die Agrarministerinnen und -minister der fünf Länder.

Quelle: BRS

Ein Vererber mit besonderen Qualitäten oder doch lieber ein robuster Allrounder für die Mast? Schweinehalter haben die Qual der Wahl, denn Zuchtunternehmen gibt es einige – und die meisten haben mehrere Ebertypen im Programm. Das Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben hat eine Übersicht zusammengestellt, die auf öffentlichen Angaben der Unternehmen basiert und auf der Homepage der SUS veröffentlicht wurden. Dabei zeigt sich, dass die Nachfrage nach Duroc-Ebern in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen ist.

Quelle: susonline / DGfZ

Die jüngsten Fleischpreissenkungen könnten eine Abwärtsspirale auslösen, warnt der Schlachter.

Die Müller Gruppe aus dem süddeutschen Birkenfeld kann die aktuellen Preissenkungen für Fleischprodukte im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nicht nachvollziehen. In den vergangenen Monaten habe man gemeinsam mit allen Partnern der Kette eine gewisse Preisstabilität am Fleischmarkt in Süddeutschland erreicht, von denen auch die Tierhalter profitiert hätten, erklärt ein Unternehmensvertreter gegenüber top agrar. Die aktuellen Preissenkungen würden dieses Gefüge ins Wanken bringen und schürten nachvollziehbare Ängste bei Erzeugern.

Quelle: susonline

Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) übt heftige Kritik an den Plänen für zukünftige Putenhaltung in Deutschland. Der geplante nationale Alleingang der Regierung soll mit einer drastischen Reduktion der Besatzdichten in deutschen Putenställen einhergehen. Dadurch würde heimisches Putenfleisch laut Berechnung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen für viele Verbraucher unbezahlbar. Das wiederum wäre der finanzielle Ruin vieler heimischer Produzenten.

Quelle: Vetion / ZDG

In der EU geht die Fleischproduktion seit Jahren tierartenübergreifend zurück. So auch in 2022. Demnach sank die Gesamtfleischproduktion in den meldepflichtigen Schlachtunternehmen von Rind-, Schwein-, Geflügel- und Lammfleisch gegenüber 2021 um 1,7 Mio t bzw. um 4,0 % auf 41,25 Mio t, wie Schweizerbauer unter Berufung auf Eurostat berichtet. Als Ursachen wurden hohe Futterkosten, wirtschaftliche Verluste der Produzenten und geringere Tierbestände genannt.

Quelle: vetion

In Europa sind Fluktuationen von Wasservogelbewegungen aufgrund von wechselnden Witterungsverhältnissen zu erwarten, in deren Folge Wasservögel an den Küsten in südwestliche Richtungen abziehen bzw. auch wieder an die Küsten oder auch in ihre Brutgebiete zurückziehen. Witterungsbedingte klein- bis mittelräumige Bewegungen von Wasservogelarten finden vor allem im Küstenbereich statt, Viren können sich in den Wasservogelpopulationen gut verbreiten und über kurze Strecken in andere Populationen eingetragen werden, so dass es zu einem Austausch der Viren innerhalb verschiedener Rastpopulationen kommen kann. Kühle Temperaturen und schwächere UV-Strahlung begünstigen ein Überdauern von HPAI-Viren in der Umwelt. In Deutschland waren im letzten Monat auffällig viele Möwen unter den positiv auf Geflügelpestvirus H5N1 getesteten Wildvögeln. Insgesamt wurden mehr als doppelt so viele Fälle bei Wildvögeln gemeldet als für Januar.

Quelle: FLI

Nicole Kemper erhält die mit 25.000 dotierte Auszeichnung für ihre wissenschaftlichen Arbeiten zur Haltung von Schweinen.

Professorin Dr. Nicole Kemper, Leiterin des Instituts für Tierhygiene, Tierschutz und Nutztierethologie an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo), erhält für ihr wissenschaftliches Lebenswerk zur tiergerechten Schweinehaltung den Felix Wankel Tierschutz-Forschungspreis 2023. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung ist eine große Ehre und zugleich weiterer Ansporn für mich. Ich hoffe, dass sie hilft, auf den Tierschutz in der Schweinehaltung aufmerksam zu machen und zu zeigen, dass eine zukunftsfähige Haltung machbar ist, sagt Kemper.

Quelle: TiHo-Hannover

Jedes Jahr verleiht die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd (GWP) Förderpreise für die besten Abschlussarbeiten, die an deutschen Universitäten oder von deutschen Studierenden an ausländischen Hochschulen geschrieben wurden. Erstmals wurde die Preisverleihung im Rahmen der Equitana in Essen durchgeführt. Die Eröffnung erfolgte durch Michael Köhler, Geschäftsführer von RX Global, der Firma, die die Equitana durchführt. Er stellte fest: Die prämierten Arbeiten sind hinsichtlich der Themen am Puls der Zeit.

Quelle: GWP

Die H. Wilhelm Schaumann Stiftung zeichnete anlässlich der 77. Jahrestagung der Gesellschaft für Ernährungsphysiologie die besten Dissertationen der Jahre 2021 und 2022 in der Tierernährung aus. 15 Doktoranden und Doktorandinnen verschiedener Universitäten wurden am 13. März 2023 in der Alten Aula der Georg-August-Universität Göttingen mit einer Prämie in Höhe von 1.000 € ausgezeichnet.

Quelle: H. Wilhelm Schaumann Stiftung