Presse
Anhörung zur Bejagung des Wolfes
Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat am Mittwoch eine öffentliche Anhörung zum Bundesjagdgesetz (21/3546) beschlossen. Die Abgeordneten wollen am Montag, 23. Februar 2026, ab 16:30 Uhr mit Sachverständigen über die Änderung des Bundesjagdgesetzes und über die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beraten. Die geplante Gesetzesänderung sieht vor, dass der Wolf als grundsätzlich jagdbare Tierart ins Jagdgesetz aufgenommen wird. Möglich gemacht hat das eine neue Einstufung des Wolfes durch die Europäische Union.
Quelle: Dt. Bundestag
Forschung, Technologie, Raumfahrt und Technikfolgenabschätzung/Ausschuss
Um konkurrenzfähig zu sein und exzellente Forschende an den Wissenschaftsstandort Deutschland zu holen, bedarf es einer Strukturreform an Universitäten. Statt weiterhin an dem sogenannten Lehrstuhl-Modell
festzuhalten, müssten die Hochschulen Department-Strukturen etablieren und mehr unbefristete Post-Doc-Stellen anbieten. Darin war sich der Großteil der Experten am Mittwochmittag im Forschungsausschuss einig. In einem öffentlichen Fachgespräch diskutierten die geladenen Sachverständigen zu dem Thema Weiterentwicklung von Stellenprofilen und Department-Strukturen an Hochschulen
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Quelle: Dt. Bundestag
Das Forschungsinstitut für Nutztierbiologie (FBN) hat ein neues Positionspapier zur tiergerechten Aufzucht von Kälbern veröffentlicht.
Unter dem Titel Tiergerechte Aufzucht von Kälbern – Herausforderungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und Empfehlungen für die Praxis
fasst das Papier den aktuellen Stand der Forschung zusammen und formuliert konkrete Empfehlungen für Landwirtschaft, Beratung und Politik.
Quelle: FBN
Vergangenes Jahr gaben die Genossenschaft zur Förderung der Schweinehaltung (GFS) mit Sitz im westfälischen Ascheberg und die niederländische Genossenschaft Varkens K.I. Twenthe ihre Fusionspläne bekannt. Mit der nun erfolgten Eintragung durch die niederländischen Registergerichte gilt die Fusion rückwirkend zum 01.01.2025. Beide Genossenschaften fusionieren damit zur europäischen Genossenschaft mit Namen GFS SCE. Alle Mitglieder treten automatisch in die neue Genossenschaft ein. Neben der Fusion geht die GFS mit Wirkung zum 1. Januar 2026 eine strategische Partnerschaft mit dem Zuchtunternehmen PIC-NL ein. Beide Unternehmen teilen sich künftig die Geschäftsaktivitäten von Preferent KI auf. Das Unternehmen befindet sich im Besitz von Harrie und Tonnie van Gennip und ist die zweitgrößte KB-Organisation in den Niederlanden.
Quelle: SUS
Eine Forschungsgruppe von Agroscope (CH) untersuchte 2025 in einem Versuch mit 72 männlichen Kälbern verschiedener Genotypen, wie sich Weidehaltung auf Gesundheit und Blutparameter auswirkt. Vom vierten bis sechsten Lebensmonat wurden die Tiere entweder im Stall oder auf Weiden in drei Höhenlagen (500 m, 1000 m, 2000 m) gehalten. Das Ergebnis: Weidegang verbessert Immunparameter und Blutbild von Kälbern.
Die Forscher ziehen folgendes Fazit:
- Der Versuch zeigte, dass der Weidegang einen überwiegend positiven Effekt auf die Tiergesundheit und insbesondere auf den Immunstatus hat. Letzterer ist in diesem Alter entscheidend für die Vermeidung von Infektionskrankheiten.
- Das spricht aus Sicht der Tiergesundheit, des Tierwohls und der Vermeidung von Antibiotikaeinsätzen dafür, die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion bereits bei den Kälbern beginnen zu lassen.
- Ein sorgfältiges Management, angefangen beim Abtränken auf dem Geburtsbetrieb, ist davon unbenommen Voraussetzung für eine erfolgreiche Kälber- und Rindermast auf der Weide.
Quelle: Agrarforschung Schweiz / DGfZ
Niedersachsen setzt bei ASP auf Aufklärung
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiterhin in Europa aus und betrifft auch mehrere deutsche Bundesländer. Niedersachsen setzt deshalb konsequent auf Prävention und verstärkte Aufklärung. Dazu hat die niedersächsische ASP‑Sachverständigengruppe neue Informationsvideos erstellen lassen, die Jäger- und Landwirtschaft sowie die Öffentlichkeit über die Tierseuche und wichtige Vorsorgemaßnahmen informieren. Die Kurzfilme verdeutlichen, wie weitreichend sich das Virus ausbreiten kann: Genetisch nahezu identische Erreger wurden in Nordrhein‑Westfalen und der italienischen Region Kalabrien festgestellt; zuletzt gab es zudem Nachweise bei Wildschweinen in Spanien.
Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz / DGfZ
Nach dem Nachweis der Aujeszkyschen Krankheit (AK) bei vier Jagdhunden aus den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Norwestmecklenburg mit bestätigtem direkten Kontakt zu Wildschweinen hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) umfangreiche Untersuchungen bei Wildschweinen durchgeführt. Insgesamt wurden bislang 230 Blutproben von Wildschweinen aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim untersucht. Bei 26 Tieren konnten Antikörper gegen die Aujeszkysche Krankheit im Blut nachgewiesen werden, was einem Anteil von 11,3 Prozent entspricht.
Quelle: regierung-mv.de
4. VetSurvey-Umfrage der FVE
Zum 4. Mal nach 2015, 2018 und 2023 hat die Federation of Veterinarians of Europe (FVE), der Dachverband für tierärztliche Organisationen aus Europa, ihre nächste Umfrage gestartet, um die aktuelle Lage des Tierarztberufs bewerten zu können.
Die Beantwortung dauert lediglich10 bis 15 Minuten.
Die 4. FVE VetSurvey beleuchtet sowohl Arbeitsbedingungen und Wohlbefinden als auch Karrieretrends und zukünftige Herausforderungen. In den vergangenen 10 Jahren hat sich die Erhebung zu einer aussagekräftigen Evidenzbasis für den Berufsstand entwickelt und konnte bislang wertvolle Erkenntnisse zu der Stimmungslage der Tierärzteschaft in Europa liefern.
Quelle: Vetion/DGfZ
BMLEH und BMFTR begrüßen geplante EU-Regelung für neue genomische Techniken (NGT)
Die Bundesregierung begrüßt die geplante EU Regelung zu neuen genomischen Techniken (NGT), die einen wichtigen Schritt für moderne Pflanzenzüchtung darstellt. Der Ausschuss der Ständigen Vertreter der EU-Mitgliedstaaten hat sich dafür ausgesprochen, bestimmte genomisch veränderte Pflanzen – solche, deren Veränderungen auch natürlich oder durch klassische Züchtung entstehen könnten – künftig vom strengen EU Gentechnikrecht auszunehmen (Kategorie 1/NGT-1). Der Verordnungsentwurf sieht unter anderem mehr Transparenz bei Patenten, freiwillige Lizenzmodelle sowie eine Kennzeichnungspflicht auf Saatgutebene für NGT 1 Pflanzen vor. Nach der Zustimmung der Mitgliedstaaten steht nun noch die Entscheidung des Europäischen Parlaments aus. Sowohl das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) als auch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) sehen darin eine sachgerechte und zukunftsorientierte Entscheidung, die den im Koalitionsvertrag verankerten Zielen zur Förderung der Biotechnologie entspricht. Bundesforschungsministerin Dorothee Bär hebt das große Potenzial der neuen Techniken hervor, Pflanzen widerstandsfähiger und ertragreicher zu machen – etwa gegenüber Klimaextremen oder Krankheiten. Die Förderung biotechnologischer Innovationen bleibe ein zentrales Ziel ihres Hauses.
Quelle: BMLEH/DGfZ
Angaben zu KI in Forschung und Wissenschaft
Im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern wird ab Januar 2026 das Exzellenzcluster Reasonable Artificial Intelligence
an der Technischen Universität Darmstadt für die kommenden sieben Jahre gefördert. Das scheibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/3357) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mit dem TitelStrategien und Maßnahmen der Bundesregierung zur Nutzung künstlicher Intelligenz in Forschung und Wissenschaft
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Der Wissenschaftsrat, der die Bundesregierung und die Regierungen der Länder in Fragen der inhaltlichen und strukturellen Entwicklung der Wissenschaft und der Forschung einschließlich der Hochschulen berät, wird Anfang 2026 eine Arbeitsgruppe zu KI in der Forschung
konstituieren, die sich mit der Rolle von Künstlicher Intelligenz in der wissenschaftlichen Forschung befassen und dazu Empfehlungen erarbeiten soll. Im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland wird die Bundesregierung die Erforschung, Entwicklung und Nutzung von KI zudem in enger Abstimmung mit den Ländern, der EU und weiteren Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gezielt vorantreiben.
Quelle: Dt. Bundestag /DGfZ







